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Notfallhilfe für Menschen weiter verbessern

Ob künftige Schwerverletzte und Schwererkrankte die größten Chancen auf Genesung haben, hängt von vielen Faktoren ab, die eng ineinandergreifen. Gemeinsam schaffen wir die bestmöglichen Voraussetzungen dafür. Ab 2026 ist die DRF Luftrettung an noch mehr Stationen für Sie da; zudem wird das Leistungsspektrum an einigen Stationen erweitert.

Medizinische Weiterentwicklung

Seit April 2026 führt die Besatzung von Christoph 42 in Rendsburg bei ihren Einsätzen Blut- und Plasmakonserven im Hubschrauber mit. Dies ist die sechste Station – nach den Stationen in Berlin-Marzahn, Greifswald, Mannheim, Stuttgart und Regensburg – , die dank Ihrer Hilfe mit einem Blutkühlschrank und Bluttransportboxen ausgestattet werden konnte. Für Notfallpatientinnen und -patienten mit massivem Blutverlust bzw. inneren Blutungen kann die Gabe von Blut und Blutprodukten bereits am Einsatzort lebensrettend sein.

Im Jahr 2024 wendete die DRF Luftrettung erstmals ein neuartiges Verfahren zur frühzeitigen Erkennung von Hirnblutungen an, bei dem das sogenannte saure Gliafaserprotein nachgewiesen wird. Bei einer Hirnblutung wird es aus geschädigten Hirnzellen freigesetzt und ist innerhalb weniger Minuten im Blut messbar. Nach der Erprobung an den Stationen Stuttgart und Karlsruhe werden die Stationen Niebüll und Rendsburg in die wissenschaftliche Studie einbezogen. Das Ziel ist, unter realen Einsatzbedingungen weitere Erkenntnisse zu gewinnen und so generell den Nutzen für Notfallpatientinnen und -patienten zu bewerten.

Im Bereich Südbaden kommt unter Beteiligung der DRF Stationen Freiburg, Villingen-Schwenningen und Lahr ein neues Verfahren zur Herz-Lungen-Wiederbelebung zum Einsatz. Ausgewählte Patientinnen und Patienten im Herz-Kreislauf-Stillstand werden im Schwarzwald-Baar-Klinikum oder im Ortenau-Klinikum direkt an eine Herz-Lungen-Maschine (sog. ECMO) angeschlossen und dann mit dem Rettungshubschrauber nach Freiburg zum sog. ECMO-Zentrum transportiert. Die Überlebensrate von Patientinnen und Patienten unter Einsatz von ECMO ist deutlich höher als bei konventionellen Wiederbelebungsmaßnahmen. Dies konnte eine große Studie des Universitätsklinikums Regensburg unter Beteiligung der DRF Luftrettung eindrucksvoll zeigen.

Hilfe für Ertrinkende per Windenrettung

Die Zahl der Windenrettungen hat im Jahr 2025 deutlich zugenommen. Denn die Winde bietet nicht nur im Gebirge die (oft einzige) Möglichkeit, Patientinnen und Patienten schnell und sicher zu versorgen, sondern sie beweist ihre Stärken auch im urbanen Raum. Pünktlich zum Start der Wassersport- und Badesaison absolvierten die Crews der Stationen Bautzen, Berlin-Buch, Dortmund und Freiburg im Frühjahr 2026 ein spezielles Training für Wasserrettung. Windenunterstützte Wasserrettungen sind anspruchsvoll, aber enorm hilfreich für Ertrinkende, für die jede Minute zählt. Gemeinsam mit anderen Organisationen wie der DLRG oder der Bergwacht trainieren die Crews herausfordernde Szenarien regelmäßig, damit im Ernstfall alle Beteiligten optimal aufeinander abgestimmt agieren.

Zusätzliche Kapazität zur Versorgung von Patientinnen und Patienten

Mit einer hochmodernen Flotte gewährleistet die DRF Luftrettung die optimale Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten sowie maximale Sicherheit. Ihre Flottenstrategie setzt die gemeinnützige Organisation konsequent fort: Zehn innovative Hubschrauber des Typs H140, die im Jahr 2025 bestellt wurden, werden ab 2028 Schritt für Schritt die Hubschrauber des Typs H135 ablösen. Die Flotte wird zudem um vier Hubschrauber vom Typ H145 erweitert werden, die sowohl genug Raum für zusätzliche Therapiemöglichkeiten als auch modernste Sicherheitstechnik bieten.

Wandel zum Wohl der Patientinnen und Patienten mitgestalten

Die DRF Luftrettung übernimmt über die Grenzen ihrer Organisation hinaus Verantwortung dafür, dass die Notfallrettung zum Wohl von künftigen Schwererkrankten und -verletzten weiterentwickelt wird. Von der Politik fordert die DRF Luftrettung, die Notfall- und Rettungsdienstreform im Sinne der Patientinnen und Patienten voranzutreiben.

Die gemeinnützige Organisation engagiert sich dafür, alle Akteure der Notfallversorgung digital zu vernetzen und Notfallrettung über Landkreis- und Ländergrenzen hinweg zu etablieren. Zudem fordert sie, dass Luftrettung künftig umfassender bei Dunkelheit und allgemein schlechten Sichtbedingungen zur Verfügung stehen kann. Fliegerisch und technisch ist die DRF Luftrettung dazu bereits an allen ihren Stationen in der Lage.

Die Entwicklungen im Gesundheitswesen machen neue Lösungen erforderlich, um Patientinnen und Patienten auch in Zukunft immer bestmöglich helfen zu können. Aufgrund der Reduzierung und Spezialisierung von Kliniken, größerer Transportdistanzen und des zunehmenden Fachkräftemangels geht die gemeinnützige Organisation innovative Wege in Form einer Kooperation mit ERC-System. Das Ziel der Zusammenarbeit ist es, ein sogenanntes eVTOL – das ist ein hybrid-elektrisches bemanntes Fluggerät – speziell für Patiententransporte zu entwickeln. Langfristig sollen eVTOLs für Verlegungen von Patientinnen und Patienten eingesetzt werden, die während des Flugs nicht notfallmedizinisch betreut werden müssen. Die vollelektrischen Fluggeräte mit einer Spannweite von 16 Metern können die Luftrettung mit Rettungshubschraubern in Zukunft sinnvoll ergänzen.

Tage der offenen Tür:
Wir hoffen, Sie feiern mit uns!

Wir freuen uns, wenn wir Sie bei einem der Tage der offenen Tür begrüßen dürfen.

5. September 2026  Christoph Europa 5, Niebüll, Tag der offenen Tür
12. September 2026  Jubiläumsfeier: 40 Jahre Christoph 53, Mannheim