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Medizinisch bestens betreut zurück nach Deutschland

Wenn Sie im Ausland in eine medizinische Notsituation geraten und eine Rückholung sinnvoll und notwendig ist, können Sie als Fördermitglied von der DRF Luftrettung wieder nach Hause gebracht werden – als Ausdruck unserer Dankbarkeit für Ihr Engagement. Hier kommen unser Fördermitglied Inge Nuspl, ihr Partner Günther Suffel sowie weitere Beteiligte einer solchen Rückholung aus dem Jahr 2025 zu Wort.

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Fünf schöne Tage verbringt Inge Nuspl mit ihren Freundinnen in Italien. Am späten Abend des 29. Juni steht durch Zufall die Falltür der Kellertreppe ihrer Bleibe offen. „Ich habe etwas aufgeräumt, bin dabei rückwärtsgegangen“, erinnert sie sich. „Plötzlich stürzte ich drei Meter über die sehr steile Treppe in die Tiefe.“

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Inge Nuspl ist schwer verletzt; wenig später trifft die alarmierte Ambulanz ein. Frau Nuspl wird erstversorgt, bekommt eine Halskrause angelegt und wird auf eine Trage gebettet. Der Transport zum Krankenhaus in Lecco ist aufgrund der Straßenverhältnisse sehr schmerzhaft.

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Im Krankenhaus die Diagnose: Pneumothorax, Rippenfrakturen und Querfortsatzfrakturen links, etliche Prellungen und Hämatome am ganzen Körper – durch riesiges Glück blieb Frau Nuspl von Kopfverletzungen verschont. Doch infolge der Rippenbrüche war Luft in den Raum zwischen Brustwand und Lunge eingetreten, wodurch die Lunge ganz oder teilweise kollabieren kann; die seitlichen Fortsätze eines Wirbels waren durch den Aufprall gebrochen.

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Inge Nuspls Partner, Günther Suffel, erfährt erst frühmorgens am 30. Juni von der völlig übernächtigten Freundin vom Unfall seiner Frau. „Es war ein großer Schock, zumal mir gesagt wurde, dass ihre Wirbelsäule gebrochen sei. Erst am Mittag konnte ich endlich mit Inge sprechen. Sie ist unglaublich: Trotz ihres Zustands dachte sie daran, dass wir Mitglied im Förderverein der DRF Luftrettung sind. Direkt im Anschluss an unser Gespräch rief ich dort an“, blickt Günther Suffel zurück.

Einsatzzentrale

Der Anruf geht in der Einsatzzentrale am 30. Juni 2025 um 13:47 Uhr ein. Nachdem Günther Suffel geschildert hat, was seiner Partnerin passiert ist und welche Verdachtsdiagnose vorliegt, werden diese Informationen direkt an den Arzt vom Dienst weitergegeben, an diesem Tag ist das Dr. Johannes Meyer.

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Nach dem Durchsehen der italienischen Arztberichte beruhigt Dr. Johannes Meyer Herrn Suffel: „Seine Partnerin musste weder operiert werden noch bleibende Schäden befürchten. Inge Nuspls behandelnde Ärztin in Lecco hatte wegen der verletzten Lunge Einwände gegen einen Transport. Doch der Learjet der DRF Luftrettung bietet die Möglichkeit, sogenannte Sea-Level-Flüge durchzuführen. So können Verletzte auch dann transportiert werden, wenn Lufteinschlüsse im Kopf- oder Bauchbereich vorliegen. Das erklärte ich auch Frau Nuspl, die ich ebenfalls anrief.“

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„Ich war sehr froh und dankbar, als ich wusste, dass ich sicher nach Deutschland geflogen werden kann und dass die DRF Luftrettung dafür alles organisiert. Im Krankenhaus in Lecco fühlte ich mich nicht sehr gut versorgt, das lag auch an Kommunikationsproblemen, kaum jemand sprach Englisch, es fehlte mir an Trinken, ich durfte nicht aufstehen, nicht zur Toilette, hatte Schmerzen. Umso beruhigender war es, dass Dr. Johannes Meyer mir seine Handynummer gab und mir versicherte, dass ich mich jederzeit bei ihm melden könne.“

Um 16:45 Uhr erfährt Günther Suffel telefonisch, dass seine Frau schon am nächsten Tag zurückgeholt wird. „Ich war unglaublich erleichtert. Und ich spürte, dass ich mich vollkommen auf alle verlassen kann, dass Inge in den besten Händen ist. Dass alles auch in Italien dank der DRF Luftrettung so hervorragend und verlässlich funktionierte, begeistert mich bis heute.“

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Am Tag darauf läuft alles wie angekündigt: Der Learjet mit zwei Piloten, einer Ärztin und einer Intensivkrankenschwester holt Frau Nuspl pünktlich ab. „Alle waren so nett zu mir“, erinnert sich diese dankbar.
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Pilot Frank Borner ist darüber informiert, dass Inge Nuspl auf Sea Level geflogen werden muss. „Bei Indikationen wie bei Frau Nuspl halten wir den Druck in der Passagierkabine stabil, indem wir ihn vor dem Start auf die Höhe des Startplatzes einstellen und beim Steigflug nicht ‚mitsteigen‘ lassen. Dafür kontrollieren wir ständig die Instrumente, die den Kabinendruck und die Kabinenhöhe anzeigen und korrigieren – falls nötig – die Reiseflughöhe des Flugzeugs.“
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„Mir ging es sehr schnell wieder richtig gut, als ich zurück in Deutschland war. Wie Herr Dr. Meyer prognostiziert hatte, ist alles folgenlos geheilt, nur bei Wetterumschwüngen spüre ich noch meine Rippen. Ich bin allen von der DRF Luftrettung so dankbar. Mein Partner und ich empfehlen seither verstärkt allen im Freundes- und Bekanntenkreis eine Fördermitgliedschaft.“