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Jahresbericht 2024

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Im Ernstfall verlässlich

Joerg_Roessler

Schon am Einsatzort: fundierte Diagnose

Entscheidend:

Eine fundierte Diagnose bildet die Basis für sinnvolle medizinische Hilfe. Daher ist es wichtig, dass Crews bereits am Einsatzort möglichst genau einschätzen können, was ihre Patientinnen und Patienten brauchen. Mit der richtigen Diagnose können Crews direkt die am besten geeignete Klinik anfliegen – die zum Beispiel Kapazitäten für eine sofortige OP mit den richtigen Spezialisten hat. Außerdem können die Crews nur mit der richtigen Diagnose schon auf dem Weg zur Klinik mit der Therapie beginnen und ihre Patientinnen und Patienten optimal versorgen.

Ausgestattet:

Weil eine frühe und präzise Diagnose die Chancen auf Genesung enorm verbessert, haben die Crews der DRF Luftrettung bei jedem Einsatz unter anderem ein mobiles Ultraschallgerät und ein Blutgasanalysegerät dabei. Beide sind besonders leicht und handlich und dennoch leistungsstark.

Mit dem mobilen Ultraschallgerät erkennen die Crews unter anderem innere Blutungen oder Erkrankungen des Herzens sofort.

Mit der Blutgasanalyse erhalten die Crews schnell Klarheit über wesentliche Laborwerte. Das verschafft den Patientinnen und Patienten einen enormen Zeitvorteil: Sie bekommen direkt die richtigen Medikamente – und nicht erst, nachdem in der Klinik Laboruntersuchungen durchgeführt wurden.

Dr. med. Jörg Rößler, Oberarzt der Zentralen Notaufnahme im Helios Klinikum Bad Saarow und leitender Hubschrauberarzt an der Station der DRF Luftrettung in Bad Saarow:

„Wenn wir zu einer Reanimation gerufen werden, wissen wir dank des Ultraschall- und des Blutgasanalysegeräts schnell, ob wir die Ursachen für den Herz-Kreislauf-Stillstand durch die Gabe von Medikamenten oder durch Eingriffe sofort therapieren können. Viele unserer Patienten und Patientinnen wären noch vor Ort oder auf dem Weg in die Klinik gestorben, wenn wir nicht so genau hätten diagnostizieren können.“

Das ermöglichen Sie mit Ihrer Förderung:

Hochmoderne Diagnostik am Einsatzort gehört nicht zum Standard in der Notfallversorgung. Mit Ihrer Hilfe konnten wir im Jahr 2025 alle Stationen der DRF Luftrettung mit neuen Ultraschallgeräten ausstatten. Diese sind besonders schnell einsatzbereit und bieten eine sehr gute Auflösung der Bilder. Weil sie kabellos arbeiten, können sie bei laufenden Reanimationen eingesetzt werden, ohne Abläufe zu behindern. Dank spezieller Schallköpfe sind sie hervorragend für verschiedenste Diagnosefindungen geeignet.

Unterstützt durch Spendengelder, setzen die Crews der DRF Luftrettung seit 2023 flächendeckend mobile Blutgasanalysegeräte ein. Die Ergebnisse der Blutanalyse können sie innerhalb von wenigen Minuten ablesen.

Katja_Judemann

Therapiebeginn: sofort

Lebensrettend:

Im Hubschrauber haben die Crews der DRF Luftrettung alles dabei, was sie für die Versorgung und Stabilisierung ihrer Patientinnen und Patienten auf dem Weg in die Klinik brauchen. Auf der Basis einer gesicherten Diagnose beginnen sie bereits am Einsatzort mit der richtigen Therapie. Erkennen Crews mit ihrem mobilen Ultraschallgerät, dass innere Blutungen im Bauchraum das Leben von Schwerverletzten akut gefährden, können sie ebenfalls sofort handeln.

Versorgt:

An bislang fünf Stationen der DRF Luftrettung führen die Crews standardmäßig Blut- und Plasmakonserven mit sich. Dafür arbeitet die DRF Luftrettung eng mit örtlichen Blutbanken zusammen. Die Blutkonserven an Bord der Hubschrauber haben immer die Blutgruppe 0, weil diese allen Menschen gegeben werden kann. Bei Schwerverletzten mit Blutungen, die ohne OP nicht gestoppt werden können, kann die Crew durch eine Transfusion die ausreichende Versorgung des Gehirns der Patientinnen und Patienten mit Sauerstoff bis zum Eintreffen in der Klinik sichern.

Dr. med. Katja Judemann, Oberärztin an der Uniklinik Regensburg und leitende (REFO) Hubschrauberärztin der Station Regensburg:

„Durch Bluttransfusionen erreichen wir einen wertvollen Zeitaufschub für lebensgefährlich Verletzte – und wir verhindern schwerwiegende Komplikationen wie Gerinnungsstörungen, die bei massivem Blutverlust durch die reine Gabe von Elektrolytlösungen entstehen können. Ich bin dankbar, dass wir bei Bedarf immer mit Blutkonserven helfen können.“

Das ermöglichen Sie mit Ihrer Förderung:

Bluttransfusionen sind aufwendig und gesetzlich sehr streng geregelt. Damit Crews der DRF Luftrettung Blut- und Plasmaprodukte am Notfallort verabreichen können, musste ein spezielles Verfahren entwickelt und geprüft werden. Dank Ihrer Förderbeiträge und Spenden konnte die Anschaffung und Erneuerung der Transfusionsausrüstung finanziert werden – von den Transportkühlboxen bis hin zu Blutwärmern. Außerdem schaffen Sie durch Ihre Förderung die Grundlage dafür, dass Crews künftig auch an weiteren Stationen Blutprodukte mit sich führen können.

 

Thiemo_Richter

Optimal vorbereitet und eingespielt

Unter Belastung:

Ihre Arbeit entscheidet im Notfall über Menschenleben. Mit diesem Wissen arbeiten die Crews, oft in unerwarteten und unübersichtlichen Situationen. Unter großem emotionalem und zeitlichem Druck müssen sie schnell, abgestimmt und rational handeln – und zwar immer nach den neuesten Leitlinien. Um in allen Situationen sicher agieren zu können, müssen Abläufe daher regelmäßig geübt werden.

Verlässlich:

Crews der DRF Luftrettung nehmen mindestens einmal im Jahr an ganztägigen realitätsnahen Trainings und Weiterbildungen teil, die von unabhängiger Seite zertifiziert sind. So ist gewährleistet, dass die Crews immer auf der Basis der modernsten medizinischen Standards und der neuesten Erkenntnisse handeln. Mithilfe von Simulationen trainieren die Crews das optimale Vorgehen in komplexen Notfallszenarien. Unter anderem üben sie, wie sie das Potenzial aller medizinischen Geräte an Bord ausschöpfen können, um die Chancen ihrer Patientinnen und Patienten auf Genesung zu verbessern.

Thiemo Richter, Stationsleiter in Nürnberg und Notfallsanitäter (HEMS TC):

„Verletzte und Erkrankte profitieren unmittelbar von den Trainings, an denen wir teilnehmen. Denn wir üben optimale Routinen ein und tauschen uns mit anderen Crews über bewährte Abläufe in verschiedenen Einsatzsituationen aus. Immer relevant sind auch Themen wie: Wer übernimmt die Koordination in unübersichtlichen Situationen? Wie kommunizieren wir effektiv?“

Das ermöglichen Sie mit Ihrer Förderung:

Sie sichern mit Ihren Mitteln die Qualität der medizinischen Versorgung und tragen dazu bei, dass die Crews der DRF Luftrettung im Einsatz perfekt zusammenarbeiten können. Mit Fördergeldern wurden zum Beispiel Simulationspuppen für die Trainings angeschafft; zudem finanzieren Sie die Trainings mit. Deren Fokus liegt auf lebensgefährlichen Verletzungen und Erkrankungen, bei denen jede Minute und damit jeder Handgriff zählt. Die medizinischen Schwerpunkte der Trainings wiederholen sich im Dreijahresrhythmus: Im Jahr 2025 nahmen alle medizinischen Crews der DRF Luftrettung am Training „Advanced Life Support“ teil; sie sind also für die Reanimation von Erwachsenen frisch geschult. Im Jahr 2026 geht es um die Notfallhilfe bei Kindern, im Jahr 2027 um Trauma-Management, im darauffolgenden Jahr wird wieder die Reanimation von Erwachsenen trainiert. So sind die Crews immer optimal vorbereitet, ganz gleich, ob sie zu einer Patientin mit Herz-Kreislauf-Stillstand gerufen werden, einem Kleinkind mit Verbrennungen oder einem schwer verunglückten Radfahrer.

 

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Zeitnah zur rettenden Klinik

Entfernungen überbrücken:

Verletzte und Erkrankte müssen unter Beachtung aller Sicherheitsregeln für den Flugverkehr schnellstmöglich in die Klinik gebracht werden, die am besten für sie geeignet ist. Starts und Landungen am Einsatzort finden oft in unwegsamem Gelände oder in der Nacht statt; die Kliniken befinden sich zum Teil mehrere Hundert Kilometer entfernt. Ältere Hubschraubermuster sind technisch nicht optimal für Nachtflüge oder schwierige Landungen ausgestattet. Zudem haben sie nicht genügend Nutzlast, um ausreichend Treibstoff für weite Distanzen aufnehmen zu können. Auch der Platz in der Kabine ist bei älteren Hubschraubermustern stark begrenzt, was die Möglichkeiten einschränkt, medizinische Spezialausrüstung mitzuführen.

Sicher und leistungsstark:

Die hochmoderne Flotte der DRF Luftrettung bedeutet zum einen ein großes Plus an Sicherheit. Beispielsweise unterstützen verschiedene Assistenzsysteme die Pilotinnen und Piloten bei schwierigen Landungen und Starts. Zum anderen kommt auch die große Zuladung moderner Hubschrauber Patientinnen und Patienten unmittelbar zugute: Tankstopps auf dem Weg zu weit entfernten Kliniken können vermieden werden – ein enormer Vorteil im Wettlauf gegen die Zeit für die Verletzten und Erkrankten an Bord. Eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten auf dem Flug, zum Beispiel durch Inkubatoren oder ECMO-Geräte, schlägt mit großem Gewicht zu Buche. Die neuen Hubschrauber der DRF Luftrettung können das bewältigen. Damit sind sie sowohl für Notfalleinsätze als auch für komplexe Intensivtransporte bestens geeignet (Dual Use).

Christine Allerding, Pilotin der DRF Luftrettung:

„Anhand der aktuellen Wetterparameter und des Gewichts der Crew berechne ich mithilfe einer App täglich, wie viele Kilogramm wir maximal aufnehmen dürfen. Dank der hohen Nutzlast unserer H145 und ihrer geräumigen Kabine können wir sehr viel für unsere Patientinnen und Patienten leisten: von einer optimalen Versorgung auf dem Flug bis hin dazu, dass bei verletzten Kindern ein Elternteil mitfliegen kann.“

Das ermöglichen Sie mit Ihrer Förderung:

Die Pilotinnen und Piloten der DRF Luftrettung sind bei jedem Einsatz gefordert. Oft landen sie an Stellen, die keine ausgewiesenen Hubschrauberlandeplätze sind; sie fliegen immer wieder neue Strecken zu spezialisierten Kliniken. Für die Sicherheit der Crew und der Patientinnen und Patienten tragen sie die volle Verantwortung. Ihre Fördermittel und Spendengelder helfen den Pilotinnen und Piloten bei den besonders herausfordernden Flügen in der Dunkelheit: Dank Ihnen konnten unter anderem Nachtsichtgeräte der neuesten Generation angeschafft werden. Diese zeigen ausgesprochen klare und kontrastreiche Bilder – so können die Pilotinnen und Piloten zum Beispiel Stromleitungen und andere Hindernisse schon von Weitem erkennen und umfliegen. Schnelle und sichere Rettung aus der Luft ist so auch mitten in der Nacht möglich.